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Besichtigung des Goldbergwerks

Die Besichtigung setzt sich aus drei Teilen zusammen. Man besichtigt den Stollen „Gertrud“ (mit Dauerausstellung), den „Gang des Todes“, wo man einen Gnom treffen kann und den sog. „Schwarzen Stollen“, in dem der in Polen einzigartige, unterirdische Wasserfall zu sehen ist.

Öffnungszeiten

Sommersaison
01. April – 31. Oktober
jew. 09.00 – 18.00 Uhr
(Einlass alle 15 min., letzter Einlass um 17.30 Uhr)


Wintersaison

01. November – 31. März
jew. 09.00 – 16.00 Uhr
(Einlass alle 45 min., letzter Einlass um 16.00 Uhr)


Dauer der Besichtigungstour: 1,5 h. Besichtigungen erfolgen
ausschließlich in Begleitung eines Fremdenführers.


 

Eintrittspreise

29 PLN – Erwachsene
25 PLN – Kinder ab dem 4. Lebensjahr, Schüler, Studenten, Rentner


Im Eintrittspreis sind der Fremdenführer und der Eintritt
ins hauseigene Mineralienmuseum erhalten.
Mind. Teilnehmerzahl: 1 Pers.
Höchst. Teilnehmerzahl: 40 Pers.

Achtung!!!
Bitte denken Sie daran, für die Besichtigung warme Kleidung
mitzunehmen, da im Bergwerk das ganze Jahr über eine Temperatur
von 7°C herrscht.

 

Lesen Sie diesen Text lieber durch damit Sie wissen, worauf Sie sich da einlassen…

Die Besichtigungstour beginnt man im Stollen „Gertrud“. Einer Legende nach stürzte vor langer Zeit einer der Gänge im Bergwerk ein. Dabei wurden vier Bergmänner verschüttet. Über Rettungsaktionen entschied in jener Zeit der Bergwerksbesitzer, der oftmals nur gewinnorientierte Entscheidungen fällte. So wurde oft entschieden eingestürzte Gänge nicht wieder freizuräumen, selbst wenn es hinter der Einsturzstelle noch überlebende Arbeiter gegeben hat, wenn die Erzader im jew. Gang keinen großen Ertrag mehr brachte. Eine Rettungsaktion schien einem Besitzer damals einfach nicht lohnenswert genug, denn diese kostete Zeit und Geld, während Arbeitskräfte schnell und günstig zu bekommen waren. Auch beim beschriebenen Unfall, als vier Bergleute verschüttet wurden, entschied der Besitzer, dass ein Freischaufeln der Eingeschlossenen einfach nicht rentabel genug sei. Daraufhin beschloss Gertrud, die Ehefrau von einem der Eingeschlossenen, ihren Mann selbst zu retten. Ausgerüstet mit einer Fackel und etwas zu essen stieg sie hinab ins dunkle Labyrinth der Stollen und Gänge. Tage vergingen, doch Gertrud kam nicht zurück… Sie verlief sich wohl im Bergwerk und blieb dort für immer. Von der tapferen Gertrud berichtete sogar die Stadtchronik. Später erzählten die Bergarbeiter, dass jedes Mal wenn sie sich verliefen, seltsame Schritte in den Gängen zu hören waren. Folgte man dem Geräusch, kam man aus dem Bergwerk heraus und war gerettet. Nie hat aber jemand das Wesen zu Gesicht bekommen, das die Bergleute auf diese Weise rettete. Man sagte, es wäre der Geist der guten Gertrud, der zu Hilfe eilt und einen verirrten Bergmann rettet.

Auch heutzutage weist Gertruds Geist so manchem Touristen, der sich verlaufen hat, den rechten Weg…
Der zur Besichtigung frei gegebene Teil des Stollens „Gertrud“ ist 500 m lang. Im Stollen befindet sich eine Dauerausstellung. Zu sehen sind:

  •  Karten und Pläne des Bergwerks aus dem 18., 19. u. 20. Jhdt. (darunter eine Karte des geheimnisvollen „Schwarzen Stollens“);
  • alte Gerätschaften der Bergleute und  Schmelzhüttenarbeiter
  • Mineralien
  • von den Kumpel verwendete Lampen
  • Öfen, Schmelzöfen
  • eine Lore aus dem 18. Jhdt.

In den Seitengängen, die früher zur Lagerung von Sprengstoff genutzt wurden, haben wir für Sie das Labor J. Schärffenbergsnachgebaut. Schärffenberg versuchte aus dem hier vorkommenden Arsenerz ein Mittel herzustellen, das das Leben verlängern sollte und entdeckte dabei das tödliche Gift Arsen; es wurde fortan in Złoty Stok hergestellt. Wie es heißt wurde das hiesige Arsen sogar Napoleon (als er sich in der Verbannung auf St. Helena befand)  in kleinen Dosierungen verabreicht, was ihn schließlich umgebracht haben soll.
In den Seitengängen befindet sich ferner der „Tresorraum“ des Bergwerks. Darin finden Sie 1.066 Goldstäbe vor. Diese Menge an Goldstäben entspricht ziemlich genau den 16 Tonnen Gold, die man in den Bergwerken rund um Złoty Stok in den letzten 1.000 Jahren ans Tageslicht befördert hat.


Der „Gang des Todes“ befindet sich über dem Stollen „Gertrud“. Mit diesem Gang wird eine furchtbare Geschichte in Verbindung gebracht. Wie es heißt wurde hier an den Bergleuten, die das geförderte Gold unrechtmäßig an sich nahmen, die Todesstrafe vollzogen; in die in der Felswand eingehauenen Löcher steckte man die Arme des armen Verurteilten und füllte die Öffnungen hiernach mit einer zementähnlichen Mischung. Die Verurteilten, die so fest in der Felswand steckten, starben eines langen und qualvollen Todes. Menschliche Überreste wurden in dem Gang zwar nicht gefunden, doch an den Stellen, wo sich die Löcher auch heute noch in der Felswand befinden ist ein seltsamer, weißer Belag zu sehen. Als man ihn untersuchte wurden darin große Mengen organischer Teilchen gefunden…
Früher glaubten die Bergleute daran, dass das Gold im Bergwerk von Gnomen bewacht wird. Man sagte Gnome wären wieder auferstandene Bergleute, die bei Unfällen im Bergwerk ums Leben gekommen wären. Es hieß, Gnome wären freundliche Wesen gewesen die den Kumpel oft das Leben retteten, indem sie, zwei Stöcke aufeinander schlagend, ein Geräusch erzeugten, das einem verirrten Bergmann den Weg nach draußen wies. Heute werden Sie bei der Besichtigung unseres Bergwerks unseren Grauen Gnom treffen, der, ausgerüstet mit einer Lampe, überraschender Weise neben Ihnen auftauchen wird. Einer Legende nach geht ein Wunsch in Erfüllung wenn man ihm direkt in die Augen schaut. Schaut dem Gnom jedoch ein schlechter Mensch in die Augen, so wird er für immer im Bergwerk bleiben…
Wenn Sie bei der Besichtigung auch etwas aktiv werden wollen, so werden Sie an einer Stelle die Möglichkeit haben, eine 8 m lange, ehemalige Erzrutsche herunterzufahren.

Dieser Teil der Besichtigungstour schließt mit einer etwas lustigeren Dauerausstellung. Es ist eine Sammlung alter Hinweis- und Warnschilder, die im Bergwerk hingen, als es in den Jahren 1945-1962 vom polnischen Staat betrieben wurde. Viele Hinweise muten heute heiter an und sind bisweilen kurios, wie z.B. „Schmeiß nicht mit dem Hammer, wenn Du auf einem Gerüst stehst!“ oder „Was hast Du heute dafür getan, dass Du das Bergwerk weniger kostest?“.

Zusätzlich…

Einen Teil des Stollens „Gertrud“ kann man mit einem Boot befahren. Im Boot, das den sehr originellen Namen „Titanic“ trägt, haben 15 Pers. Platz. Die Tour durch den unter Wasser stehenden Stollen ist 200 m lang und muss an der Kasse extra gebucht werden, sie ist nicht Teil der normalen Besichtigungsstrecken.

Nachdem Sie die Sammlung der Hinweis- und Warnschilder auf sich haben einwirken lassen setzen wir unseren Weg durch das Bergwerk fort. Als nächstes betritt man den sog. „Oberen Schwarzen Stollen“. Der Stolleneingang befindet sich im oberen Teil des Tals, das sich oberhalb des Goldbergwerk-Haupteingangs befindet und den schönen Namen „Goldtal“ trägt. Der Berg, in den sich das Tal quasi hinein schneidet ist von vielen Stollen und Gängen durchlöchert, da man sein Inneres erst des Goldes, ab dem 18. Jhdt. des Arsens wegen abgegrast hat. Da im Berg über so viele Jahrhunderte hindurch gearbeitet wurde können wir heute darin unterschiedliche Formen von Stollen und Gänge bewundern und anhand der Bauart der Stempel und Wände verschiedene Bergbautechnologien kennen lernen. Während der Besichtigungstour werden Sie einen Gang sehen, der unter dem Berg hindurch bis in die Tschechische Republik führt; sie werden an den Wänden Spuren der Spitzhacken sehen, ein Beweis dafür, das die Gänge noch von Hand in den Fels gehauen wurden. Schließlich werden Sie große Kammern sehen, die nach dem Erzabbau entstanden sind. Als größte Attraktion des „Schwarzen Stollens“ ist jedoch der polenweit einzigartige, unterirdische Wasserfall anzusehen. In einer kleinen Kammer, tief unter der Erde klatscht das Wasser aus 8 m Höhe laut auf den felsigen Boden auf, ganz in der Nähe der das Spektakel bewundernden Besucher; da kriegt man schon den ein oder anderen Spritzer Wasser ins Gesicht.
2007 hat man nach vierjähriger Arbeit einen weiteren Gang freigelegt. Er liegt unter dem Wasserfall und wird von uns heute „geheimnisvoller Gang des Schwarzen Stollens auf der 9. Ebene“ genannt. Es wird vermutet, dass am 08. Mai 1945 die Nazis irgendwelche Kisten in diesem Gang versteckt hätten. Ist es das Bernsteinzimmer gewesen? Oder Gold aus den Banken des damals deutschen Wrocławs (Breslaus)? Beides tauchte bis heute nicht auf…


Die Besichtigungstour nimmt hier ein Ende. Die Besucher verlassen das Bergwerk mit der 2008 in Betrieb genommenen Schmalspurbahn. Nach einer unterirdischen, 300 m langen Fahrt verabschiedet sich der Guide von der Gruppe und preist noch die weiteren Attraktionen der Bergwerksanlage an, die sich im Innenhof befinden. Zudem wirbt er für den Genuss einer Tasse Kaffee oder Tee im bergwerkseigenen Bistro. Die Getränke werden mit einer ganz kleinen Dosis Arsen versehen, was Sie abhängig machen wird… von diesem Ort, den interessanten Menschen und dem hier wartenden Abenteuer.

Alle, die tatsächlich wieder eine Sehnsucht nach unserem Goldbergwerk empfinden sollten laden wir dazu ein, jederzeit wieder zu kommen. Wir arbeiten stets daran, neue Ideen zu entwickeln, weitere Attraktionen anzubieten und die zugänglichen Bergwerksbereiche zu erweitern.


Der sog. Herzogsstollen

Oberhalb des Bergwerks, unweit des alten Steinbruchs finden Sie den offenen Eingang des sog. „Herzogsstollens“ vor. Die ersten 200 m des Stollens, der in 100-jähriger Arbeit in den Fels gehauen wurde, sind sicher und jedermann kann sich auf eigene Gefahr hinein begeben. Allerdings sollten Sie an eine Taschenlampe denken, denn im Stollen ist es stockfinster. Nach 200 m ist der Gang zugemauert. In der Mauer befindet sich zwar ein Loch, doch wir raten dringend davon ab, sich weiter in den Stollen hinein zu begeben; es herrscht Einsturzgefahr.
Der Name „Herzogsstollen“ ist mit einer Legende verbunden. Eines Tages kam der damals hier regierende Herzog an den Stolleneingang um die Goldader, die die Bergmänner im Stollen entdeckt hatten, zu besichtigen. Die Stollen waren zu jener Zeit jedoch so niedrig, dass man sich darin nur auf Knien fortbewegen konnte. Natürlich wollte der Herzog nicht auf Knien, im Dreck robbend, den Stollen besichtigen. Er befahl den Bergleuten den Stollen zu vergrößern und zwar so, dass er mit Kopfbedeckung aufrecht stehend hinein konnte. Die Kumpel führten die Anweisung aus, ließen jedoch den Stolleneingang etwas niedriger, so dass der Herzog sich beim Eintritt in den Stollen quasi „verbeugen“ musste und so der Arbeit seiner Bergleute Respekt zollte.

Gegenüber des „Herzogsstollens“ befindet sich der „Schlammstollen“. Er ist hinter dem Bach etwas versteckt. Aus dem „Schlammstollen“ fließt Wasser heraus und bildet einen kleinen Teich. Einer Legende nach ist das eine Quelle der Liebe. Wenn man Wasser aus der Quelle trinkt und dabei an eine Person denkt, die man liebt, wird man mit dieser Person für immer zusammen sein…

 

 

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