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Tour in der Mutter aller Stollen – im Stollen „Emmanuel“
Unser Abenteuer beginnt im Materiallager. Hier werden Sie mit allen nötigen Accessoires ausgerüstet. Hiernach begeben wir uns in Richtung westliches Feld, zum Stollen „Emmanuel“ „Emmanuel“- Dies ist der älteste, noch begehbare Stollen Złoty Stoks. Man begann 1506 mit seiner Errichtung. Damals trug er den Namen „Tiefer Stollen“ – das spricht für sich. Um 1530 erreichte „Emmanuel“ eine Länge von 900 m und endete am Hauptschacht des Bergwerks „Złoty Osioł“ („Goldener Esel“). In der zweiten Hälfte des 18. Jhdts. wurde der „Tiefe Stollen“ bis zum Bergwerk „Bogate Pocieszenie“ („Reicher Trost“) verlängert und trug fortan den Namen „Emmanuel“. Nach einer weiteren Verlängerung erreichte „Emmanuel“ schließlich eine Länge von 1.340 m.
Soweit erstmal zur Geschichte, nun wird es ernst. Wir seilen uns durch einen Ventilationsschacht 15 m in die Tiefe, um zu „Emmanuel“ zu kommen. Beim Abseilen bestimmt jeder Teilnehmer selbst, wie schnell es nach unten gehen soll, darüber hinaus wird das Abseilen von einem professionellen Betreuer überwacht. Bei der Fahrt ins Ungewisse wird es manchmal passieren, dass man eine kleine Dusche abbekommt (Wasser rinnt durch den Schacht).
Wo wir schon von Wasser sprechen… Der Stollen „Emmanuel“ war bis 1920 ein Abwasser- und Entlüftungsstollen, als diese Rolle vom Stollen „Gertrud“ übernommen wurde. Heute steht „Emmanuel“ auf seiner ganzen Länge unter Wasser. Der Wasserpegel schwankt je nach Wetterlage. Bei lang anhaltendem Regen und Tauwetter steigt der Pegel, bei Hitzeperioden oder bei Frost sinkt er. Wir kommen nach dem Abseilen im Stollen an und gehen die ersten Meter durch Schlamm, der das Gehen sehr schwer macht. Der Stollen ist schmal, teilweise sehr niedrig (Vorsicht ist geboten; an manchen Stellen könnte der Schutzanzug reißen, dann wird die darunter getragene Kleidung mit Sicherheit nass) und hat keine Abzweigungen. Anfangs sind in den Wänden Spitzhacken-Spuren zu sehen die davon zeugen, dass der Stollen in Handarbeit gebaut wurde. An einigen Stellen sind die Wände verputzt. Für die Putzmischung verwendete man u.a. Kalk das in den vergangenen Jahrhunderten mit Wasser reagierte. So sind viele stalaktitenähnliche Gebilde entstanden, die dem Stollen einen höhlenähnlichen Charakter verleihen. Dazu trägt die im weiteren Verlauf sehr gewundene Form des Stollens bei. Während alle anderen Stollen sehr gerade verlaufen weist „Emmanuel“ zahlreiche Kurven auf. Auf diesem kurvigen Streckenteil geht man mal bis zu den Knöcheln, mal bis zu den Knien im Wasser. Schließlich erreicht man den zugeschütteten Hauptschacht des Bergwerks „Złoty Osioł“ („Goldener Esel“). Der Schacht wurde bei einem Bergbauunglück im Jahre 1565 zugeschüttet. Dabei wurden 59 Bergleute vom Ausgang abgeschnitten. Obwohl sie noch tagelang nach Hilfe riefen verzichtete man aus Kostengründen auf eine Rettungsaktion. An der verschütterten Stelle kommen wir jedenfalls nicht weiter, also kehren wir um. An der Stelle, an der das Abseilen stattfand geht es weiter geradeaus durch einen weiteren Gang. Es erwarten die Teilnehmer noch weitere Abenteuer im Verlauf der Tour, doch wollen wir nicht hier schon alles verraten. Machen Sie die Tour mit, dann können Sie es selbst erleben.
Am Ende der Tour verlassen wir das Bergwerk auf normalem Wege. Die Tour wird Ihnen viel Spaß machen und eine aufregende Zeit bereiten. Die teilnehmende Gruppe muss ihre eigenen Leuchtmittel (Taschenlampen etc.) sowie Kleidung zum Wechseln dabei haben.
Die Tour dauert ca. 3 h. Der Preis beträgt 150 PLN p.P.
Die max. Anzahl der Teilnehmer bei einer extremen Tour beträgt 10 Personen.
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Tour im Stollen „Gertrud“
Auch hier beginnt unser Abenteuer im Materiallager. Sie werden mit allen nötigen Accessoires (Schutzanzüge usw.) ausgerüstet. Hiernach begibt sich die Gruppe zu einem Boot, mit dem sie ca. 500 m in einem Stollen zurücklegt. Der Stollen „Gertrud“ wurde als letzter in die umliegenden Berge getrieben, er ist also der „jüngste“ aller Stollen und Gänge unseres Goldbergwerks. Er wurde 1920 fertig gestellt. „Gertrud“ verband zwei große Erzlager (Pole Zachodnie (Lager Westfeld) und Pole Góra Krzyżowa (Lager Kreuzberg)) miteinander und diente dabei als Entwässerungs- und Abtransportstollen. 
Nach einer gewissen Zeit läuft unser Boot auf Grund. Es ist Zeit, unser Gefährt zu verlassen und weiter zu Fuß durch das kniehohe Wasser zu waten.
Wir erforschen Gänge, die zusammen genommen ca. 1,5 km lang sind und für normale Touristengruppen nicht zugelassen sind. An vielen Stellen sind die Stollen eingestürzt; diese Felsblockaden müssen wir unter einer gewissen Anstrengung überwinden. Unterwegs sehen wir Lagerstätten, in denen früher Sprengstoff gelagert wurde. In den Gängen des Stollens „Gertrud“ sollte man sich Zeit nehmen um interessante, hier lebende Exemplare der Flora und Fauna zu bewundern. Da wären z.B. Krebse die klein, durchsichtig und blind sind. Hier kommen auch extremophile (also an eine lebensfeindliche Umgebung angepasste) Bakterien vor. Dass man unseren durchsichtigen Karpfen trifft, der in den Kanälen der Stollens „Gertrud“ umherstreift, ist auch nicht so unwahrscheinlich. Er lebte früher ganz normal in Gewässern an der Oberfläche, muss dann durch einen Zufall in den Stollen geraten sein; durch den Mangel an Tageslicht verlor er dann seine natürliche Pigmentierung.
Die Tour dauert ca. 3 h. Der Preis beträgt 100 PLN p.P.
Sie erhalten von uns Schutzhelme. Leuchtmittel (Taschenlampen etc.) sowie Kleidung zum Wechseln bringen Sie bitte selbst mit.
Die max. Anzahl der Teilnehmer bei einer extremen Tour beträgt 15 Personen.
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